Eine Immobilie zu verkaufen und gleichzeitig ein Wohnrecht zu behalten, ist kein neues Konzept. Immer mehr Eigentümer nutzen heute die sogenannte Immobilienverrentung, um Kapital freizusetzen und dennoch in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Doch wie beeinflusst ein Wohnrecht den Immobilienwert? Für wen ist dieses Modell interessant? Und worauf sollten Eigentümer bei der vertraglichen Gestaltung achten – insbesondere beim Immobilienverkauf in Aachen und Umgebung?

Wie sich ein Wohnrecht auf den Immobilienwert auswirkt

Ein eingetragenes Wohnrecht hat direkten Einfluss auf den Marktwert einer Immobilie. Der Grund: Der Käufer kann das Objekt nicht sofort frei nutzen. Ein Sachverständiger berücksichtigt bei der Bewertung unter anderem:

  • die voraussichtliche Dauer des Wohnrechts
  • das Alter der berechtigten Person
  • den wirtschaftlichen Vorteil des Wohnrechts

In der Praxis wird häufig mit statistischen Lebenserwartungen gearbeitet. Grundsätzlich gilt: Je jünger die berechtigte Person, desto höher der Wert des Wohnrechts – und desto stärker reduziert sich der Verkaufspreis. Für Eigentümer ist es daher entscheidend, den Immobilienwert professionell berechnen zu lassen. Nur so lässt sich ein realistischer Angebotspreis festlegen, der am Markt akzeptiert wird.

Für wen ist ein Verkauf mit Wohnrecht interessant?

Immobilien mit Wohnrecht sprechen vor allem Kapitalanleger an, die langfristig investieren möchten. Durch den reduzierten Kaufpreis kann sich der Erwerb trotz eingeschränkter Nutzung wirtschaftlich lohnen. Auch innerhalb von Familien kann dieses Modell sinnvoll sein, etwa wenn:

  • Eigentum übertragen werden soll
  • Vermögenswerte frühzeitig geregelt werden
  • eine langfristige Absicherung im Vordergrund steht

In solchen Fällen geht es weniger um kurzfristige Rendite, sondern um eine strategische und nachhaltige Planung.

Immobilienverrentung: Vertragliche Regelungen richtig gestalten

Das Wohnrecht bleibt in der Regel auch nach dem Eigentümerwechsel bestehen, sofern nichts anderes vereinbart wird. Umso wichtiger ist eine klare und rechtssichere Vertragsgestaltung Im Vertrag sollte eindeutig geregelt sein:

  • wer für Instandhaltung verantwortlich ist
  • wie Nebenkosten aufgeteilt werden
  • wer Modernisierungen übernimmt
  • welche konkreten Nutzungsrechte bestehen

Eine präzise Beschreibung des Wohnrechts verhindert spätere Missverständnisse und schafft Transparenz für beide Seiten. Gerade bei komplexeren Konstellationen – etwa bei Eintragungen im Grundbuch – empfiehlt es sich, neben dem Notar auch einen erfahrenen Immobilienexperten einzubeziehen. So lassen sich Risiken frühzeitig erkennen und vermeiden.

Vermieten oder Verkaufen? Wann ein Immobilienverkauf die bessere Lösung ist

Die Immobilienverrentung bietet Eigentümern die Möglichkeit, Kapital aus ihrer Immobilie zu nutzen, ohne ausziehen zu müssen. Gleichzeitig erfordert dieses Modell eine sorgfältige Planung und professionelle Begleitung. Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen und ein Wohnrecht behalten oder prüfen, ob sich eine Immobilienverrentung für Sie lohnt? Wir unterstützen Sie mit fundierter Beratung und digitalen Prozessen – von der Bewertung bis zur rechtssicheren Umsetzung. Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie diskret, transparent und individuell.

Hinweise: In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora

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